Arganöl – wertvoll, natürlich & exklusiv

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Die Arganfrucht

Arganöl ist eines der wertvollsten Pflanzenöle unserer Welt. Die einzigartige Kombination von Antioxidantien und essenziellen Fettsäuren ist die Grundlage für das „Gold aus Marokko“ und seinen weltweiten Ruhm. Arganöl schützt aufgrund seines hohen Vitamin-E Gehalts unseren Organismus auf zellularer Ebene. Ob Naturkosmetik-Hersteller oder Gourmetkoch, sämtliche Nutzer begeistern sich immer wieder neu für das Arganöl und seine naturgegebenen Inhaltsstoffe, welche dem Samen des Arganbaumes (Argan-Nuss) entstammen. Dieser sogenannte „Baum des Lebens“ ist von der UNESCO seit 1998 geschützt und ein wichtiger Bestandteil innerhalb der Berber-Kultur in Marokko. Des Weiteren wird er für schönheits- und gesundheitsbewusste Menschen hierzulande stets eine wirkungsvolle Bereicherung sein.

Arganöl auf dem Markt

Arganöl ist im kosmetischen Bereich zunehmend populärer geworden. Die Zahl der Körperpflegeprodukte mit Arganöl auf dem US-Markt stieg von 2 im Jahr 2007 bis über 100 in 2011 enorm an. Aufgrund seiner antioxidativen Vorteile wird es manchmal mit Granatapfelsamenöl gemischt, sodass es als „All in one“-Serum für Haut und Haar von Anbietern vermarktet werden kann. Das Arganöl wird aber auch ohne Zusätze als natürliches Haut- und Haarpflege-Produkt verkauft.

Die zunehmende Beliebtheit von Arganöl gab der marokkanischen Regierung den Anlass eine gesteigerte Produktion zu planen, mit dem Ziel, bis zum Jahr 2020 die jährliche Herstellung von etwa 2.500 bis 4.000 Tonnen zu erhöhen.

Arganöl & seine Wirkung auf den Organismus

Arganöl beinhaltet zu fast 80 Prozent ungesättigte Fettsäuren, welche für intakte Zellen eine tragende Rolle spielen. Diese wertvollen Fette befeuchten die menschlichen Zellen, ohne körpereigene Feuchtigkeitsmechanismen zu blockieren. Eine der wirkungsvollsten Fettsäuren des Öls ist beispielsweise die Linolsäure , die z.B. auch hoch konzentriert Schwarzkümmelöl vorkommt. Sie ist zweifach ungesättigt und gehört der Omega 6 Gruppe an. Die Linolsäure unterstützt zudem die Organfunktionen sowie die Darmschleimhaut und mindert Entzündungen. Für Haare und Haut spendet sie Vitalität und Elastizität, wobei zusätzlich eine Schutzbarriere von ihr errichtet wird, die das Austrocknen verhindert und schädliche Umwelteinflüsse abhält. Auf diese Weise beugt die Linolsäure Haarbruch sowie Faltenbildung vor.

Die Phytosterine besitzen ebenso einen wirkungsvollen Pflegeeffekt. Diese biochemisch wirkenden Substanzen sorgen für die Feuchtigkeitsspeicherung innerhalb der Zellen sowie für einen aktiven Hautstoffwechsel. Weitere wichtige Bestandteile des Arganöls sind Triterpenoide, welche sich außer zur Haar- und Hautpflege im menschlichen Körper auf diverse Weise verdient machen. Sie erhalten die Gesundheit von Galle, Herz und Leber, neutralisieren zudem krebsfördernde Substanzen, bekämpfen erfolgreich Viren und sollen eventuell sogar gegen HIV positiv aktiv sein.

Des Weiteren können die Triterpenoide verletztes Gewebe sowie Narben reparieren. Sie verfügen zudem über desinfizierende Eigenschaften und bieten einen natürlichen Hautschutz vor der Sonne. Diverse Hauterkrankungen wie zum Beispiel Schuppenflechte, Windpocken und Akne, trockene Ekzeme und Ausschläge können ebenso mittels der Triterpenoide gemindert werden. Schwangere können sich die ungeliebten Dehnungsstreifen mit einer regelmäßigen Hautpflege durch Arganöl ersparen.

Arganöl für Haut & Haare

Arganöl bietet sich als hervorragende Quelle des Vitamins E an. Dieses wehrt auf der zellulären Ebene schädliche freie Radikale erfolgreich ab, wodurch bei Haaren und Haut die Spannkraft sowie die Vitalität aufrechterhalten wird. Aus genau diesen Gründen wird aufbauenden Shampoos und Hautcremes gern und oft das Vitamin E beigefügt. Selbst das Haarwachstum und die Haarfülle soll es wesentlich verbessern können. Wird das Arganöl äußerlich aufgetragen, kann das Vitamin E die Regeneration von sonnenverbrannten und vernarbten Hautbereichen intensiv unterstützen.

Eine besondere Form dieses Vitamins sind die Tocopherole. Als Antioxidantien können sie Hautschäden neutralisieren, welche durch gesundheitsschädliche freie Radikale verursacht werden. Dies kommt im Besonderen hinsichtlich der voranschreitenden Umweltverschmutzung zum Tragen. Ebenso verleihen Carotinoide des Arganöls dem Hautbild ein wesentlich frischeres und jüngeres Aussehen. Zudem straffen sie als naturgegebene Antioxidantien das Gewebe, wobei gleichzeitig ein Schutz vor UV-Strahlen aufgebaut wird.

Saponine üben wiederum auf die Körperhaut einen besonders kühlenden Effekt aus, reduzieren zudem Falten und lindern eventuelle Entzündungen, indem ein Hydro-Lipid-Film aufgebaut wird. Mittels dieser hauchdünnen Schicht wird die Geschmeidigkeit der jeweiligen Hautoberfläche gewährleistet, wobei sie zudem einen antimikrobiellen Schutz darstellt.

Der äußerst hohe Anteil von Polyphenolen vervollständigt das intensive Pflegerepertoire des Arganöls. Es handelt sich hierbei um pflanzliche Antioxidantien, welche die Produktion gesunder Zellen fördern, vor Entzündungen bewahren und die freien Radikalen entwaffnen. Polyphenole sind wahre Verjüngungsmeister und sorgen somit stets für eine elastische und geschmeidige Haut.

Arganöl & seine Vielfältigkeit

Arganöl ist aufgrund seiner ungesättigten äußerst hochwertigen Fettsäuren sowie des nussigen Geschmacks als Gourmet-Speiseöl selbst in den westlichen Teilen der Welt bekannt. Die Kosmetikbranche konzentriert sich bei dem Arganöl wiederum auf die feuchtigkeitsspendenden Bestandteile, um diese innerhalb der Pflegeprodukte gegen trockene, stark beanspruchte sowie faltige Haut zu nutzen. Selbst bei Schuppenflechten und Ekzemen sowie Neurodermitis soll Arganöl erfolgreich sein.

Die wertvollen Inhaltsstoffe des Arganöls sind jedoch nicht allein in der Kosmetik oder in der Küche sehr gefragt, seit jeher wird es in Marokko auch als traditionelles Heilmittel eingesetzt. Es verfügt zum Beispiel über fast die doppelte Menge Vitamin E wie klassisches Olivenöl und ist zudem reich mit Antioxidantien ausgestattet. Die Fettsäuren des Arganöls beinhalten ebenso acht essenzielle Fettsäuren wie beispielsweise Oleinsäure und Linolsäure und sind zu achtzig Prozent ungesättigt. Das Arganöl enthält zudem sehr seltene pflanzliche Sterine, welche sich in keinem weiteren Öl befinden. Sie verfügen über immense entzündungshemmende Eigenschaften, wodurch arthritische und rheumatische Beschwerden positiv zu beeinflussen sind.

Arganöl – Ideales Heilmittel

Mit diesen besagten speziellen Eigenschaften können nicht nur die Zellen von Haaren sowie der Haut, sondern auch der komplette Organismus im Positiven unterstützt werden. Des Weiteren überzeugt das Arganöl gegenüber handelsüblichen Pflanzenölen mit einer einzigartigen Verbindung aus Spinasterol und Schottenol. Derartige Phytosterole können sich äußerst effektiv bei der Behandlung von Entzündungskrankheiten wie beispielsweise Arthritis zeigen. Gleichzeitig zeigen sie eine anregende Wirkungsweise auf den Kreislauf und bieten dem Immunsystem eine intensive Unterstützung (Für die Stärkung des Immunsystems eignet sich auch Schwarzkümmelöl besonders gut). Mittels einer Erhöhung der Pepsine (Verdauungsenzyme) des Magensaftes wird nebenbei die gesamte Verdauung verbessert. Neben seinen Qualitäten als Gesundheitselixier sowie Pflegemittel bietet das Arganöl eine interessante wie auch aphrodisierende Wirkung.

Forscher haben weiterhin herausgefunden, dass die tägliche Einnahme von Arganöl im Essen „höchstwahrscheinlich“ ein Faktor zu sein scheint, der verschiedene Krebsarten verhindert und sich bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Adipositas positiv auswirkt. Im Jahr 2005 wurden die Ergebnisse einer Ernährungsinterventionsstudie veröffentlicht, bei der Freiwillige entweder Arganöl oder tierische Fette (Butter) in der Zubereitung ihrer Speisen verwendeten. Es zeigte sich, dass eine regelmäßige Zufuhr von Arganöl anstatt Butter schädliches Cholesterin und Triglyceride im Blut senken kann, ganz ähnlich wie bei Olivenöl und anderen Pflanzenölen.

Die Arganöl-Quelle: Der Arganbaum

Die marokkanischen Berberfrauen pflegen bereits seit Jahrhunderten ihre Haare und Nägel sowie auch die Haut mithilfe des Arganöls. Der Arganbaum (lateinisch Argania spinosa) liefert die Samen für das wertvolle Öl. Er kann fast 450 Jahre überdauern und gehört somit zu den ältesten Bäumen dieser Welt an. Da die Arganbäume lediglich im südwestlichen Marokko sowie an den Rändern des Atlasgebirges vorkommen, wurde dieser Landesbereich von der UNESCO dem Naturschutz unterstellt. Durch seine extreme Widerstandsfähigkeit erhielt der Arganbaum die zusätzliche Bezeichnung „Baum des Lebens“.

Aufgrund ihrer Einzigartigkeit wurden die hier stehenden etwa 20 Millionen Arganbäume (auf einem Areal von etwa 820.000 Hektar) bereits 1998 als Biosphärenreservat unter Schutz gestellt. Mit seinem fast bis auf 30 Meter Tiefe reichenden Wurzelwerks kann er selbst äußerst trockenen Klimaverhältnissen trotzen und gleichzeitig Schafe und Ziegen wie auch Kamele durch seine nährstoffreichen Früchte und Blätter ernähren. Für die regionalen Berber-Familien ist der Arganbaum ein äußerst wichtiger Bestandteil innerhalb ihres kulturellen Lebens, da sie das Öl des Baums bereits seit jeher nutzen.

Arganöl – Gewinnung und Herstellung

Die fleischigen, olivenartigen Früchte dieses Gewächses können Menschen nicht direkt genießen. Die im Innern verborgenen Samen des Arganbaumes beinhalten jedoch das äußerst wertvolle Öl. Nach alter Tradition werden die Samen von Berberfrauen gesammelt und anschließend für den Gebrauch ausgepresst. Die manuelle Ölpressung bedeutet aufgrund der äußerst harten Fruchtschale viel Mühe, sodass es etwa 20 Stunden dauert, bis ein Liter Öl gewonnen ist. Die marokkanischen Berberfrauen, die sich dieser aufwendigen Aufgabe verschrieben haben, sind in Kooperativen vorbildlich organisiert und tragen mittels der Arganölgewinnung zum benötigten Lebensunterhalt der gesamten Familie bei. Sie sind aufgrund ihrer Erfahrung in der handwerklichen Verarbeitung der Mandelkerne sehr versiert. Diese sehr aufwendige Gewinnung und Herstellung des Arganöls sowie die Bedeutung der wertvollen Inhaltsstoffe rechtfertigen den wesentlich höheren Preis gegenüber einem hochwertigen Olivenöl.

Die Früchte werden zur Ölgewinnung in der Zeit von Juli bis in den September vom Boden aufgesammelt. Sie können nicht direkt vom Arganbaum gepflückt werden, da dieses Gewächs über extreme Dornen verfügt. Anschließend wird die Fruchtausbeute mittels der Sonne getrocknet und danach sorgfältig gelagert. Somit bleiben sämtliche Früchte über fast fünf Jahre haltbar und können nach Bedarf zu frischem Arganöl weiterverarbeitet werden. Das Pressen kann traditionell per Handarbeit oder auch maschinell erfolgen. Die maschinelle Verarbeitung besitzt den Vorteil, dass den Kernen wesentlich mehr Ertrag abzuringen ist. Außer deutlichen Einbußen bei der Qualität des Öls während einer maschinellen Pressung bedeutet diese Verarbeitungsmethode für sämtliche Berberfrauen die Verdrängung als Rohstofflieferantinnen.

Arganöl und seine ursprüngliche Handpressung

Das inzwischen getrocknete Fruchtfleisch und die Schalen der Früchte zerquetschen die Berberfrauen mit geübten Händen zwischen Steinen, um an die Kerne zu gelangen. Das Fruchtfleisch wird später als Tierfutter verwendet. Im Anschluss muss die Kernschale mittels zerquetschen geknackt werden, damit die inneren Mandeln zu Arganöl verarbeitet werden können. Jeder Kern beinhaltet circa drei Mandeln, welche ungefähr die Größe von Sonnenblumenkernen aufweisen. Um natives Arganöl herzustellen, werden die gewonnenen Mandelkerne umgehend weiterverarbeitet. Das unverkennbare, nussige Aroma des Öls wird durch das Rösten der Kerne über offenem Feuer erzeugt.

Je länger dieser Vorgang dauert, desto kräftiger das Aroma des Öls. Aus diesem Grund existieren etliche unterschiedliche Geschmacksvarianten des Arganöls aus den gerösteten Kernen. Sind die Mandelkerne abgekühlt, werden sie mittels einer Steinmühle per Hand gemahlen. Dadurch entsteht eine breiartige Masse, welche erst geknetet und danach mit gerade handwarmem Wasser vermischt wird. Dieser Arbeitsgang befreit das Arganöl, welches im Anschluss in geeignete Gefäße/Flaschen abgefüllt wird. Die Reste der Masse finden ebenso ihre sinnvolle Verwertung als Tierfutter.

Arganöl – Preislich im oberen Segment

Das hohe Preisniveau des Arganöls begründet sich (neben seiner positiven Wirkung auf den menschlichen Organismus) dadurch, dass es sich um eine äußerst arbeitsintensive Fertigung handelt, die in Handarbeit geleistet wird sowie dem Umstand, dass der Baum lediglich in einem flächenmäßig sehr kleinen Bereich Marokkos wächst. Zudem konnte der Arganbaum bisher nicht innerhalb anderer Regionen angesiedelt werden. Somit stehen nur relativ geringe Mengen der Früchte zur Verfügung, wobei die Ernte äußerst schwierig ist, da nur Früchte genutzt werden, welche am Boden liegen. Ein durchschnittlicher Arganbaum bietet mit einer Menge von ungefähr 30 Kilogramm an Früchten einen relativ geringen Ertrag. Diese Menge reicht lediglich für nur einen Liter Arganöl aus.